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Der äußerste Süden der Niederlande ist gesegnet mit Wasser. Die Nordsee und das Flußdelta von Schelde, Maas und Rhein gaben dem Land den Namen Zeeland. Nördlich anschließend zieht sich ein Endlosstrand mit Dünen oder Deich von Hoek van Holland in Zuid-Holland bis Den Helder im äußersten Norden Noord-Hollands. Freizeit und Badeurlaub prägen die flache Landschaft von Süd nach Nord, unterbrochen von im Frühjahr bunt blühenden Tulpenfeldern, die auf den sandigen Böden beste Bedingungen vorfinden. Nur an der niederländischen Nordseeküste kann man den Kaffee auf der windgeschützten Terrasse eines der vielen typischen Strandpavillons und den Matjes mit Zwiedeln direkt vom Verkaufsstand genießen.
Zeeland bietet insbesondere Wassersportlern in den vom Deltawerk abgeschnittenen Flußarmen beste Bedingungen. Kleine Orte mit Geschichte und Freizeitparks locken Familien an. Hollands Strand-und Dünenlandschaft ist beliebtes Urlaubsland vor allem für Deutsche und Einheimische. Die vielen Touristen finden auf den großen, komfortablen Campingplätzen und Bungalowparks hinter dem Dünengürtel und in Hotel- und Apartmentanlagen eine Unterkunft. Die große Einsamkeit ist in den Sommermonaten in den Orten der niederländischen Westküste nicht zu finden, doch wer sich mit dem Fahrrad oder per Pedes auf den Weg in die vielen Naturreservate macht, kann die schöne Natur abseits des Touristenrummels erleben.
Historische Orte und Metropolen im Inneren von Zuid- und Nord-Holland und am Ijsselmeer blicken auf eine reiche Vergangenheit der Seefahrernation, des Heringfangs oder des Käsehandels zurück. Die weitestgehend erhaltenen Ortskerne mit ihren alten Häusern aus verschiedenen Epochen sind zum Teil sehr pitoresk. Viele berühmte Maler der Niederlande haben sich hier niedergelassen und ihre berühmten Schulen gegründet wie die Domburg-Schule der Maler Jan Toroop und Piet Mondrian. Ihre Werke und die der anderen hochkarätigen Maler sind in den zahlreichen Museen und Austellungen zu bewundern.
Die Nordsee hat in diesem flachen Land die meisten Spuren hinterlassen. Immer wieder haben Sturmfluten das Land überschwemmt, Häuser und Menschen mit sich gerissen. So hat die letzte große Sturmflut von 1953 fast ganz Zeeland verwüstet. An der ganzen Küste haben das Meer und der Wind Dünen und Orte zerstört und an anderen Stellen Sandbänke wieder angeschwemmt bzw. angeweht. Das machten sich die Küstenbewohner zunutze und rangen der Nordsee mithilfe von Deichen neues Land ab, die Polder. Landsicherung und - gewinnung war und ist überall an der Küste die dringlichste Aufgabe. Die letzte große Maßnahme war die Verwirklichung des Deltaplans in Zeeland, wo riesige Dämme die Flußarme zur Nordsee hin abschotten, und der Bau des Sturmflutwehres De Maeslandkering mit 210 Meter langen Toren an der Zufahrt zum Rotterdamer Hafen, dem größten Hafen Europas.
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