
© Johannes Höntsch / PIXELIO
Insel oder schon Festland, offenes Meer oder noch Fjord? Fjordnorwegen ist zerrissen wie ein altes Gewand. Das Gebirge, im Erdaltertum aufgefalten, haben die Gletscher der Eiszeiten zerfurcht und glattgeschliffen. Das Meer stieg und drang tief ins Land hinein. Entstanden ist eine Welt aus Fels und Wasser: die Fjorde und eine Küste, die aus Halbinseln und Buchten besteht. An manchen Stellen betritt man das Festland erst kilometerweit im Landesinneren. Unzählige Inseln, Inselchen und Felsen lassen die Grenze zwischen Meer und Land verschwimmen.
Nicht weit von der Küste erhebt sich das Fjell direkt über den Fjorden. Steile Felswände, von denen Wasserfälle herabbrausen, Gletscherzungen, die bis in einen Fjord hineingleiten, schaffen bizarre Gegensätze zu blühenden Obstbäumen und den gemütlichen Dörfchen entlang der weit verzweigten Meeresarme.
Heute rühmt sich Fjordnorwegen eine der schönsten Reiseregionen der Welt zu sein. Drei Gebiete, sogenannte fylker, berühren die Nordsee in Fjordnorwegen. Rogaland im Süden umfasst das Boknafjordgebiet, Hordaland den Hardangerfjord und die Inselwelt um Bergen, Sogn og Fjordane die Fjordwelt vom Sogne- bis zum Nordfjord. Das nördlich angrenzende Møre og Romsdal mit dem berühmten Geirangerfjord liegt schon am Nordatlantik. Von Stavanger im Süden über Stadlandet, den nördlichsten Punkt der Nordsee, bis Molde im Norden reiht sich eine Attraktion an die nächste.
|
Reisen
Nordseeküste: Felsen, Meer und Wolkenspiel
Angesichts der tiefeingeschnittenen Fjorde, grünschimmernden Gletscher und tosenden Wasserfälle der Fjordlandschaft ist die äußere Nordseeküste ein wenig das Stiefkind von Fjordnorwegen. Zu unrecht: mit ihrem ständigen Wechsel von Fels und Meeresbrandung ist die Küste eine spannende Region voller Naturerlebnisse und alter kultureller Spuren. Die ersten Norweger landeten an der Küste von Rogaland und hinterließen ihre Spuren ... "Nordseeküste" weiterlesen |