Friedrich Hebbel, Dichter und Dramatiker (1813 – 1863), wurde im damals dänischen Wesselburen geboren. Nur seine Aufzeichnungen aus meinem Leben und einige Gedichte wie
Ein Dithmarscher Bauer
...
Und trüber wird's und trüber,
Je mehr die Dämmrung naht;
Wie pfeift es schon herüber
Vom hohlen Seegestad!
Hinan zum Deiche trabend,
Denkt jetzt der Alte still:
Die haben Feierabend,
Ich – Nun, wie Gott es will!
...
Meeresleuchten
Aus des Meeres dunklen Tiefen
Stieg die Venus still empor,
Als die Nachtigallen riefen
In dem Hain, den sie erkor.
Und zum Spiegel, voll Verlangen,
Glätteten die Wogen sich,
Um ihr Bild noch aufzufangen,
Da sie selbst auf ewig wich.
Lächelnd gönnte sie dem feuchten
Element den letzten Blick,
Davon blieb dem Meer sein Leuchten
Bis auf diesen Tag zurück.
beschäftigen sich mit seiner Heimat an der Nordseeküste, die er 22-jährig verliess. In Wesselburen gibt es ein kleines Hebbelmuseum und die Hebbel-Stiftung, die auf Anregung der Witwe Hebbels Christine 1903 gegründet wurde und seit 1913 mit einer Unterbrechung zwischen 1920 und 1953 jedes Jahr den Hebbel-Preis an norddeutsche Künstler vergibt.