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Bei Bohrungen an der norwegischen Ölplattform Snorre kamen versteinerte Knochen vom Knöchel eines Plateosaurus zu Tage. 2.256 Meter unter der Nordsee auf der Höhe des Nordfjord lagen die Knochenreste aus dem mittleren Mesozoikum, dem Erdmittelalter. Als der vermutlich 9 Meter lange und 4 Tonnen schwere Koloss vor ca. 200 Mio. Jahren noch lebte, war das Nordseegebiet eine Ebene, bestehend aus der Sedimentfracht eines riesigen Flusssystems.
So war der Plateosaurus auch kein schwimmender Saurier sondern er lebte als harmloser Pflanzenfresser in Herden und zupfte sich Blätter von den Bäumen. Er war vermutlich wechselwarm und somit stark abhängig von seiner Umgebung, die zu seiner Zeit auf der ganzen Erde schwülwarm war. Als einzige Saurierart war er in der Lage seine Körpergröße den Umweltbedingungen anzupassen, deshalb variierte seine Größe sehr stark von knapp 5 bis 10 Metern. Dieses Exemplar war besonders groß.
In Norwegen sind bisher nur Abdrücke von Sauriern gefunden worden. Erst vor einigen Jahren entdeckte man Trittsiegel einer Dinosaurierfamilie mit mindestens 10 Jungen auf der Isle of Skye an der nordöstlichen Küste Schottlands. Rund um die Nordsee sind in allen Ländern Dinosaurierknochen und sogar ganze Skelette gefunden worden. Das Nordseegebiet war von verschiedenen Saurierarten bevölkert, die vor ca. 60 Mio. Jahren ausstarben.
Seit Mitte April 2006 zeigt eine aufwendige Dinoshow auf Föhr, die „Rex Attack“, eine lebensnahe Dinosaureranimation auf höchstem technischen Stand. Die Bewegungen, die Haut und sogar der stinkende Atem wirken wie echt. Im Labor kann man miterleben, wie ein Dinosaurierbaby schlüpft und heranwächst. Die Attraktion bleibt noch bis Mitte September 2006 in der Lüttmarschhalle in Wyk.